AI Agents
Ein Chatbot beantwortet Fragen. Ein KI-Agent erledigt Aufgaben. Das ist der ganze Unterschied, und er ist gewaltig.
Stellen Sie sich einen neuen Kollegen vor, der nie Urlaub nimmt, jede Dokumentation gelesen hat und um drei Uhr nachts genauso konzentriert arbeitet wie um zehn Uhr morgens. Er hat allerdings noch nie in Ihrem Unternehmen gearbeitet, nimmt manchmal Dinge zu wörtlich und braucht klare Regeln, was er darf und was nicht. Willkommen in der Welt der AI Agents.
Wie ein KI-Agent arbeitet
Ein Agent folgt einer Schleife, die Sie auch oben auf unserer Startseite als Signalkette sehen. Er nimmt eine Anfrage entgegen, plant die nötigen Schritte, holt sich Wissen, handelt über Werkzeuge und prüft das Ergebnis. Wenn etwas nicht passt, dreht er eine weitere Runde.
- Anfrage: Eine E-Mail, ein Formular, ein Ereignis in einem System oder ein Auftrag im Chat.
- Planen: Das Sprachmodell zerlegt die Aufgabe in einzelne Schritte.
- Wissen: Über RAG (Retrieval-Augmented Generation) holt der Agent Fakten aus Ihren Dokumenten und Datenbanken, statt zu raten.
- Handeln: Über APIs und MCP-Server liest und schreibt er in Ihren Systemen: CRM, ERP, Kalender, Ticketsystem.
- Prüfen: Ergebnisse werden gegen Regeln geprüft oder einem Menschen zur Freigabe vorgelegt.
Wofür sich Agenten eignen
Agenten glänzen bei Aufgaben, die aus vielen kleinen Schritten bestehen, Informationen aus mehreren Quellen brauchen und bisher einen Menschen beschäftigt haben, der vor allem koordiniert.
- Anfragen-Bearbeitung: Kundenanfragen lesen, Kontext aus CRM und Auftragshistorie holen, Antwort entwerfen, zur Freigabe vorlegen.
- Angebotserstellung: Anforderungen aus E-Mails extrahieren, Preise berechnen, Angebot als Entwurf erzeugen.
- Recherche und Zusammenfassung: Dokumente, Protokolle oder Verträge durchsuchen und die relevanten Punkte zusammenfassen.
- Datenpflege: Stammdaten prüfen, fehlende Informationen nachrecherchieren, Dubletten melden.
- Interne Assistenten: Ein Agent, der Fragen zu Handbüchern, Richtlinien und Prozessen beantwortet und dabei die Quelle nennt.
Autonom oder mit Freigabe?
Die ehrliche Antwort: Das hängt davon ab, was schiefgehen kann. Ein Agent, der Besprechungsnotizen zusammenfasst, darf gern selbstständig arbeiten. Ein Agent, der Rechnungen freigibt, sollte vorher jemanden fragen.
Wir definieren für jeden Agenten klare Grenzen: welche Werkzeuge er nutzen darf, welche Daten er sehen darf und ab welcher Tragweite ein Mensch zustimmen muss. Die Freigabe erfolgt dort, wo Ihr Team ohnehin arbeitet, zum Beispiel per Klick in einer Web-Oberfläche oder per Nachricht. Kein zusätzliches Tool, das niemand öffnet.
Aus der Praxis: Vom Formular zum Agenten
Viele unserer Kunden haben schon digitale Prozesse, etwa Online-Formulare für Anmeldungen, Aufträge oder Protokolle. Diese Prozesse sind der perfekte Startpunkt für einen Agenten. Die Daten sind bereits strukturiert, die Regeln bekannt. Der Agent übernimmt dann den nächsten Schritt: Er prüft Eingaben auf Plausibilität, ergänzt fehlende Informationen, legt Datensätze im Zielsystem an und meldet nur die Fälle, bei denen wirklich ein Mensch draufschauen muss.
So wird aus einem digitalen Formular ein Prozess, der sich zu großen Teilen selbst erledigt.

Qualität, die man messen kann
KI-Agenten sind keine Magie, sie sind Software. Und Software wird getestet. Wir bauen für jeden Agenten eine Sammlung typischer Fälle, gegen die er regelmäßig geprüft wird. Ändert sich das Modell, der Prompt oder eine Schnittstelle, sehen wir sofort, ob die Qualität stimmt.
- Testfälle aus echten, anonymisierten Beispielen
- Protokollierung jeder Aktion für Nachvollziehbarkeit
- Kosten- und Laufzeitüberwachung pro Aufgabe
- Rückfallebene, wenn ein Modell nicht verfügbar ist
Die richtige Grundlage
Ein Agent ist nur so gut wie das Modell dahinter und die Infrastruktur darunter. Welches Sprachmodell passt, ob extern, intern oder direkt bei Ihnen betrieben, lesen Sie auf unserer Seite zu LLMs. Wie wir den Betrieb absichern, erfahren Sie unter Skalierbare Server.
Ihr erster Agent
Der beste erste Agent ist einer, der eine klar umrissene, lästige Aufgabe übernimmt. Nicht der, der gleich das ganze Unternehmen umkrempeln soll. Erzählen Sie uns, welche Aufgabe Sie gern abgeben würden. Wir schlagen Ihnen einen Piloten vor, der in wenigen Wochen zeigt, ob sich das lohnt.